Stellungnahme der Crew Eleven zum Artikel “25 Aalener Chaoten demolieren Tartanbahn des VfB Friedrichshafen” auf schwaebische.de:
Ein Teil der Crew Eleven begab sich am besagten Tag zum Verbandsligaspiel unserer Amateure beim VfB Friedrichshafen. Mit dabei waren zudem Interessierte aus anderen Teilen der Aalener Fanszene. Ziel war die Unterstützung der Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt. Nach einem Zwischenstopp am Bodensee, den man zum gemütlichen Grillen nutzte, traf man ohne Zwischenfälle rechtzeitig um 15 Uhr im Friedrichshafener Stadion ein und positionierte sich am rechten Rand der überdachten Haupttribüne. Um Konflikte zu vermeiden, geschah dies ganz bewusst fernab der wenigen Zuschauer, die zumeist in der Mitte Platz nahmen. Beim Einlaufen der Mannschaften setzten wir Pyrotechnik ein. Durch allzu fahrlässige Handhabung wurden dabei 2 Sitzschalen in Brand gesetzt und 2 Brandflecke auf der Tartanbahn verursacht. Dies war keine absichtliche, oder gar mutwillige Handlung und definitiv nicht in unserem Sinne!
Es ist bekannt, dass wir uns für den Einsatz von Pyrotechnik stark machen. Wir räumen allerdings ein, bei der Handhabung in Friedrichshafen die dabei notwendige Sorgfalt vernachlässigt zu haben.
Am Montag suchte ein Vertreter unserer Gruppe unverzüglich den Sicherheitsbeauftragten des VfR Aalen auf, um sich für den misslungenen Pyro-Einsatz zu entschuldigen. Ebenfalls ging eine Entschuldigung an den VfB Friedrichshafen, nicht ohne deutlich darauf hinzuweisen, DASS WIR SELBSTVERSTÄNDLICH FÜR DEN ENTSTANDENEN SACHSCHADEN an den beiden Sitzschalen und der Tartanbahn AUFKOMMEN WERDEN. Da am Montag auf der Geschäftsstelle niemand zu einem persönlichen Gespräch zu erreichen war, geschah dies per E-Mail.
Entschieden wollen wir uns allerdings gegen den, die Tatsachen entstellenden und in reißerischer Form gehaltenen, oben genannten Zeitungsartikel wehren. Der Text suggeriert, dass 25 sattsam bekannte Krawallmacher dieses Spiel aufgesucht hätten, ausschließlich um das Stadion auseinander zu nehmen und für Krawalle zu sorgen. Weiter vermittelt der Artikel den Eindruck, als sei dabei ein Sachschaden in immenser Höhe entstanden und Aalener Schläger hätten eine regelrechte Spur der Verwüstung hinterlassen. Beides war definitiv nicht der Fall! Der tatsächliche Schaden begrenzt sich auf oberflächliche Brandflecke auf der Tartanbahn und ganze 2 Sitzschalen ohne Lehne, vermutlich älteren Jahrgangs. Die für die Reparatur anfallenden Kosten dürften sich in einer Größenordnung von wenigen hundert Euro bewegen.
Selbstverständlich schmälert die überschaubare Höhe des Schadens keineswegs die Verantwortung für unser Handeln. WIR ERKLÄREN EXPLIZIT, DASS WIR UNS NICHT RICHTIG VERHALTEN HABEN. Gleichzeitig gehört es aber zur journalistischen Sorgfaltspflicht und der dabei gebotenen Objektivität, die richtigen Relationen zwischen tatsächlichem Geschehen und folgender Berichterstattung zu wahren. Die realen Tatumstände einerseits und die Intention des sensationsheischenden Artikels andererseits sind im vorliegenden Fall alles andere als kompatibel. Es ist ohnehin kein Geheimnis, dass es um den Leumund unserer heutigen schreibenden Zunft nicht sonderlich gut bestellt ist. Vielleicht liegt das ja an deren fragwürdigen ethischen Grundsätzen und an mangelnder Akribie bei der Recherche? Kleine Lerneinheit für den Verfasser des Artikels auf schwaebische.de: LeuchRAKETEN kann man nicht werfen.
Wir bedauern auch die unglückliche Aussage des Trainers. Es ist schade, dass er eine negative Entwicklung im Fußball ausmachen will und dies ausgerechnet an unserem Beispiel festmacht. Wer sich in Aalen auskennt, der weiß, welch zweifellos positive Entwicklung unsere Fanszene in den vergangenen 2 Jahren genommen hat. Vor diesem Hintergrund ist die gemachte Aussage einfach unverständlich. Die Amateure, auch der Trainer, haben sich immer über Support und unsere Unterstützung gefreut. Wenn wir nun wegen eines unglücklichen Zwischenfalls per se mit Chaoten und Schlägern auf eine Stufe gestellt werden, dann fehlt hier jeglicher Realitätsbezug.
Wir haben uns für den entstandenen Sachschaden in aller Deutlichkeit entschuldigt, werden für diesen aufkommen und hoffen künftig auf eine entemotionalisierte Diskussionskultur und sachliche Berichterstattung!
Crew Eleven, 25. Mai 2012
3. Liga / 31. Spieltag
24.03.2012 / 14:00 Uhr
Sportpark / Unterhaching
Zum Auswärtsspiel nach Haching wurde wieder zur Zugfahrt aufgerufen, welchem exakt 111 Leute folgten. Nach feuchtfröhlicher Fahrt traf man gut gelaunt in Haching ein. War man doch recht optimistisch hier 3 Punkte mitnehmen zu können. Zum Intro zeigte man eine kleine Choreo, bestehend aus 30 Vereinswappen und einem entsprechenden Banner, mit der man deutlich unterstrich, was wirklich im Leben zählt: Nur der VfR!!! Lautstark legte man dann auch gleich los, etwa 130 Leute beteiligten sich am Support. Bereits in der 3 Minute geriet man aus dem Nichts in Rückstand. Der Stimmung tat diesen keinen Abbruch und so zog man trotz eines zwischenzeitlichen Platzregens sein Ding durch.
Bereits kurz vor der Pause machte man auch den Ausgleich, für mehr reichte es allerdings nicht mehr an diesem Tage.
Auch die Rückfahrt war recht amüsant und so konnte man wirklich von der geilsten Ausfahrt der Saison sprechen!
3. Liga / 30. Spieltag
17.03.2012 / 14 Uhr
VfR- Stadion im Rohrwang / Aalen
Nach 2 Niederlagen in Folge sah es alles andere als gut aus. Zu allem Überfluss war Offenbach zu Gast, gegen die man in bisher 15 Spielen nicht gewinnen konnte. Zum heutigen Heimspiel war zudem die Alljährliche Freikartenaktion, was nahezu jeder Verein macht. Und nein, diese Freikarte kriegt nicht Hinz und Kunz in den Arsch geschoben, sondern lediglich Schulen und Kindergärten. Die Frage, was daran verwerflich sein soll den Nachwuchs frühzeitig auf den einzig wahren Traditionsverein auf der Ostalb einzuschwören, bleibt wohl unbeantwortet. So waren es dann knapp über 10000 Zuschauer. Zieht man die 5000 Freikarten ab hat man immer noch 5000 zahlende übrig, was nochmal eine deutliche Steigerung im Vergleich zum letzten Heimspiel ist. Die Mannschaft zeigte gleich, dass sie endlich begriffen hat worum es geht und so ging man völlig verdient mit 2:0 in Führung. Die Stimmung auf der Stahlrohr sehr gut, auch der ein oder andere Wechselgesang hallte in guter Lautstärke durch das Stadion.
3. Liga / 27. Spieltag
13.03.2012 / 19:00 Uhr
Ludwigsparkstadion / Saarbrücken
Mit nem vollen Bus ging es unter der Woche zum Nachholspiel nach Saarbrücken. Hinfahrt ganz angenehm und so war man recht optimistisch, dass die Derbyniederlage nur ein Ausrutscher war und die Mannschaft begriffen hätte, dass der Aufstieg kein Selbstläufer wird. Tja, falsch gedacht. Auch in Saarbrücken war nahezu jeder auf dem Platz völlig von der Rolle und so verlor man gegen einen Gegner, der an diesem Tag alles war nur gewiss nicht besser als man selbst. Wenigstens auf den Rängen konnte man die 1 Halbzeit durchaus überzeugen und legte nen satten Auftritt mit nem guten Haufen unter der Woche hin.
Jedoch wurde das ganze nach dem 3:1 komplett eingestellt. Hatte man beim Derby noch die Fassung bewahrt brach es nun eben jetzt aus einem heraus. Der Frust der Derbyniederlage saß eben doch tiefer als gedacht. Nach dem Spiel wurde die Mannschaft/Trainerteam zur Rede gestellt und trat man die Rückreise mit gemischten Gefühlen an.

